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JavaScript programmieren lernen

javascript programmieren lernen headerJavaScript ist eine Programmiersprache, mit der du von simplen Bildergalerien bis zu komplexen 3D-Spielen fast alles programmieren kannst. Um den Einstieg in die Sprache zu finden, solltest du jetzt weiterlesen – denn wir haben alle wichtigen Informationen für dich zusammengetragen.

Warum sollte man JavaScript lernen?

Extrem weit verbreitet

Praktisch jede moderne Webseite setzt in der einen oder anderen Form auf JavaScript. Die Entwicklung des Frontends ist ohne diese Sprache daher kaum noch denkbar. Da inzwischen gute 70 % aller Entwickler auch mit JavaScript umgehen können, wirst du auch keine Probleme bekommen, bei Schwierigkeiten Gleichgesinnte zu finden – die Community ist riesig.

Zukunftsträchtig

Das Internet ist die Zukunft und JavaScript ist die Sprache, die für das Internet wegweisend ist. Es handelt sich nicht um eine universelle Lösung wie C++, sondern um eine Sprache, die zielgerichtet auf Webseiten ausgerichtet ist. Dort lassen sich dann auch Elemente von Anwendungen in JavaScript umsetzen. Anders als etwa PHP, das nur Webseiten beherrscht, kannst du mit JavaScript auch in Bereiche wie eBooks oder PDFs vordringen. Diese Vielseitigkeit und die verhältnismäßig einfache Programmierung sorgen für glänzende Zukunftsaussichten.

Unglaublich vielseitig

Der eigentliche Einsatzzweck von JavaScript war es, Webseiten dynamischer zu gestalten, ohne die Performance negativ zu beeinflussen. Heute erlebst du JavaScript beispielsweise hinter den meisten dynamischen Menüs und in zahlreichen anderen Bereichen (dazu später mehr). Mit der steigenden Leistung von Computern und insbesondere mobilen Geräten wuchsen im Laufe der Zeit auch die Anwendungsfälle. Heute können Entwickler auch Spiele in 3D im Browser umsetzen – etwa mit Babylon.js.

Zugleich erleichtert JavaScript die Erstellung von Apps der Zukunft: Die Programmierung für iOS und Android und die jeweiligen App Stores ist zwar möglich, aber aufwendig, da der Code keine vollständig gemeinsame Basis hat. Mit JavaScript erstellst du beispielsweise Progressive Web-Apps, die nur den Browser als Unterbau benötigen, aber sich gleichzeitig wie eine native App verhalten.

Mit anderen Worten: JavaScript hat die Zeiten der reinen Websprache längst hinter sich gelassen.

Umfangreiche Bibliotheken und riesige Community

Eine gute Programmiersprache verlangt nach einer ebenso guten Dokumentation: Die bereits erwähnte, sehr große Community hilft dir bei Problemen und liefert ständig neue Bibliotheken, die du in deinen Anwendungen verwenden kannst. Wenn du dich mit Webentwicklung ein wenig auskennst, wirst du sicherlich schon einmal von Bootstrap gehört haben – aber auch jQuery, Apache Cordova, Node.js, Phaser als Spiel-Engine oder Electron sind JavaScript-Produkte.

In geeigneten Foren kannst du dich informieren und wirst auf tatkräftige Unterstützung stoßen. Da der Einstieg – wie bei jeder Programmiersprache – immer am schwierigsten ist, solltest du dich nicht scheuen und bei Problemen aktiv werden.

Gute Gehalts- und Jobaussichten

In Deutschlands kannst du als fähiger JavaScript-Entwickler mit einem Gehalt von ungefähr 46.000 Euro rechnen, in der Spitze sind es sogar bis zu 56.000 Euro (Quelle). Praktisch jede Großstadt wird auch von modernen Unternehmen bevölkert – und die haben Bedarf nach Webentwicklern mit JavaScript-Erfahrung. In ländlichen Regionen kann es natürlich schwieriger werden.

Zu beachten ist, dass du meistens nicht nur für deine JavaScript-Fähigkeiten angefordert wirst, sondern für das Gesamtpaket. Sprich: Du solltest HTML und CSS ebenfalls beherrschen, um gute Aussichten auf einen anständig bezahlen Job zu bekommen.

Was kann man mit JavaScript programmieren?

Im Kern geht es bei JavaScript um die Manipulation von Inhalten auf einer Webseite. JavaScript-Elemente reagieren dynamisch auf deine Eingaben und sind damit imstande, neue Inhalte zu präsentieren bzw. das Aussehen der Webseite zu verändern.

Ein bekanntes Beispiel sind Passwortformulare: Du gibst deinen Benutzernamen und dein Passwort ein. Bei einer fehlerhaften Eingabe erscheine eine Fehlermeldung, die vorher nicht zu sehen war. Du hast in diesem Moment die Webseite dynamisch verändert und siehst das Resultat vor deinen Augen. Mit reinem HTML wäre dies nicht möglich.

Progressive Web-Apps

Ein weiterer großer Einsatzbereich von JavaScript sind Apps – sowohl für mobile Plattformen als auch PC und Notebook. Der Start der Apps erfolgt in einer browserähnlichen Umgebung. Das vielleicht bekannteste Beispiel der Welt ist Gmail von Google: Sobald du auf die Webseite dieses E-Mail-Dienstes gehst, wird dir die Unterscheidung zu einer klassischen, nativen App schwerfallen – denn die Bedienung erinnert nicht mehr an klassische Webseiten.

Apps dieser Art haben zahlreiche Vorteile:

  • Du brauchst nur eine einzige Codebasis, um die App für Android, iOS, Windows, macOS, Linux und weitere Betriebssysteme auszuliefern – was Zeit und Geld spart.
  • Du kannst auch offline mit diesen Apps interagieren, was mit klassischen Webseiten nicht oder nur eingeschränkt möglich ist.
  • Du musst keine Software auf deinem Gerät installieren. Es reicht, die Webseite aufzurufen und sofort loszulegen. Auf knapp dimensionierten Smartphones spart dies Platz.

Die zahlreichen Interaktionsmöglichkeiten mit Apps dieser Art lassen die Grenze zwischen Webseite und nativer App verschwimmen.

Spiele…

Spiele sind auch auf mobilen Geräten beliebt. Es reicht, eine bestimmte Webseite aufzurufen, um sich unterwegs in Bus und Bahn die Zeit mit einem Spiel zu vertreiben. Die früheren Limitierungen – etwa die Begrenzung auf 2D-Spiele – existieren heute nicht mehr. Aufwendige 3D-Optik konkurriert mit vollwertigen Spielen am PC und auch Virtual-Reality-Anwendungen hat JavaScript bereits im Programm. Da die erwähnte große Community zahlreiche fertige Bibliotheken für die Spieleentwicklung bereitstellt, steht ein großer Teil des Grundgerüstes bereits für dich zur Verfügung.

… und weitere Programme

Zahlreiche kostenlos verfügbare Bibliotheken und Frameworks aus dem Internet sorgen dafür, dass du inzwischen auch vollwertige Programme erstellen kannst, die typischen Desktopprogrammen in ihrer Funktionalität ähneln. Dies bringt einige Vorteile mit sich: Vollwertige Anwendungen können auf die Festplatte des Gerätes zugreifen, was unter normalen Umständen nicht möglich ist – eine Limitierung der Sprache, die im Browser der Sicherheit dient.

Außerdem hat es sich JavaScript auch bei der Serverprogrammierung inzwischen bequem gemacht. Apps brauchen Server, um Daten zu erhalten, Zugriffsrechte zu steuern, Benutzer zu verwalten und vieles mehr. JavaScript bringt inzwischen auch Möglichkeiten für die Serverprogrammierung mit (und in der Tat werden die meisten Unternehmen, bei denen du vielleicht als JavaScript-Programmierer einsteigst, auch diese Kenntnisse voraussetzen).

Was kann man nicht mit JavaScript machen?

JavaScript ist für einige Anwendungen wie geschaffen, für andere kommt die Sprache hingegen gar nicht in Frage. Vor allem beim Zugriff auf bestimmte Systemfunktionen kann JavaScript leider nicht weiterhelfen. So kannst du beispielsweise – mit Ausnahme von Cookies – keine Dateien auf die Festplatte des Clients übertragen. Auch auf dem Server ist die Sicherung von Daten nicht dauerhaft möglich.

Damit eignen sich beispielsweise Gästebücher, Kommentarfunktionen, Foren oder ähnliche, interaktive Elemente nicht für JavaScript: Du kannst Eingaben des Nutzers schlicht nicht dauerhaft speichern. Dies betrifft auch HTML-Dateien selbst, die du nicht permanent ändern kannst. Die dynamische Veränderung ist, wie bereits erwähnt, denkbar. Ein Taschenrechner ist ein beliebtes Beispiel für einfache JavaScript-Anwendungen.

Umfangreiche Webseiten oder Anwendungen lohnen sich mit JavaScript ebenfalls nicht: Die Sprache kann keine externen Datenbanken abfragen. Ein Onlineshop auf Basis von JavaScript beispielsweise ist nicht umsetzbar.

Was braucht man zum Programmieren von JavaScript?

Theoretisch brauchst du nur einen Texteditor wie das Windows Notepad und einen Browser. Ebenso wie HTML ist JavaScript im Klartext lesbar und Interpreter für JavaScript sind in jedem modernen Browser vorhanden. Mit steigender Erfahrung wirst du dich aber wahrscheinlich nach anderen Tools für die Entwicklung umsehen – denn:

  • Deine HTML-Kenntnisse sollten mehr oder weniger bombenfest sein. Das wichtige DOM (Document Object Model) und damit die hierarchische Darstellung von Objekten innerhalb eines Webdokuments wird dir völlig falsche Ergebnisse präsentieren, wenn die Bezüge untereinander falsch gesetzt werden.
  • Erfolgreiches Programmieren in JavaScript setzt auch umfangreiche Kenntnisse in CSS voraus. Hier solltest du ebenfalls einsteigen, falls du CSS nur rudimentär verstehst.
  • Am Anfang kannst du noch darauf verzichten, doch mit steigendem Anspruch deiner Anwendungen wirst du auch um die serverseitige Programmierung nicht herumkommen, um weiterführende Funktionen umzusetzen, die nach Client-Server-Interaktion verlangen.

Mit anderen Worten: Alles, was du brauchst, hast du schon auf deinem Computer.

Unterschiede zwischen Java und JavaScript

Trotz der Namensähnlichkeit unterscheidet sich die Programmierung in den beiden Sprachen beträchtlich. Java selbst ist eher „klassisch“ ausgelegt, sodass du den Code vor der Nutzung erst kompilieren musst. Der Bedarf nach einem dafür notwendigen Compiler entfällt bei JavaScript. Die Unterschiede gehen aber noch weiter:

  • Um JavaScript-Code zu interpretieren, ist der Browser notwendig. Ohne Browser gibt es keine Anwendung. Java hingegen kann auch eigenständig funktionieren.
  • Der JavaScript-Code ist immer im Klartext verfügbar, während Java-Anwendungen ihren Code in kompilierten Dateien „verstecken“. Handelt es sich nicht um Open-Source-Projekte, gewinnst du keinen Einblick in den Code unter Java.
  • Der Bedarf nach dem JDK (Java Development Kit) entfällt und auch grafische Entwicklertools bzw. IDEs brauchst du nicht. Wenn du ein Programm für die Textverarbeitung hast, kannst du auch mit JavaScript loslegen.
  • Der Umgang mit JavaScript ist gerade für Anfänger wesentlich leichter als mit Java!

Du siehst: Die Unterschiede sind gewaltig. Dass dir der Einstieg in JavaScript sehr einfach gemacht wird, ist einer der Hauptgründe, warum viele Menschen mit dieser Sprache das Programmieren lernen.

Wo kann ich JavaScript lernen?

Online gibt es unzählige Anlaufstellen wenn man JavaScript lernen möchte. Die Auswahl kann allerdings etwas erschlagend sein. Daher habe ich die besten (deutschsprachigen) Kurse und Inhalte im folgenden Abschnitt zusammengesucht.

Ich persönlich halte viel von den Online-Kursen und habe mir JavaScript mit zwei solcher Kurse bei udemy.com beigebracht.

JavaScript in Online Kursen lernen

Der Vorteil bei professionellen, kostenpflichtigen Online-Kursen ist vor allem die höhere Qualität. Die Informationen sind strukturiert aufbereitet und durchdacht. Die Lerninhalte stehen immer und überall zur Verfügung und lassen sich beliebig oft wiederholen oder pausieren, so dass jeder in seinem Tempo lernen kann. Zum Teil gibt es noch zusätzliches Lernmaterial. Bei einigen Anbietern gibt es auch noch ein Abschlusszertifikat.

Udemy.com – Die komplette JavaScript Masterclass: Vom Anfänger zum Profi

javascript lernen udemy kurs 1

Der umfangreiche JavaScript Kurs von Jannis Seemann umfasst insgesamt 37 Stunden Video-Lernmaterial und 7 schriftliche Artikel. Im Kurs lernt man alles was man zum Start in die JavaScript Programmierung benötigt und darüber hinaus.

Mehr als 8.000 Teilnehmer haben diesen Kurs bisher gebucht. Mit einer Bewertung von 4,5 von 5 Punkten bei 1.200 Bewertungen ist dieser Kurs der Bestseller auf udemy.com. Auch ich habe diesen Kurs gebucht und war insgesamt sehr zufrieden mit der Art der Wissensvermittlung und dem Inhalt des Kurses.

Tipp: Udemy bietet regelmäßig Rabattaktionen für Neukunden an, so dass man ordentlich sparen kann.

JavaScript lernen an einer Fernuniversität

Auch einige Fernuniversitäten bieten Kurse an, um zertifizierter JavaScript Programmierer per Fernstudium zu werden. In der Regel sind die Kosten für ein Fernstudium natürlich etwas höher, jedoch sollte auch die Qualität der Kurse hoch sein. Ein weiterer Vorteil ist auch das Zertifikat, welches von den Fernuniversitäten vergeben wird und bei Arbeitgebern anerkannt wird.

FernuniversitätKurs 
fernuniversität hagen logoFernUni HagenWebentwicklung
Mit Zertifikat
Dauer: 60 Stunden
Infomaterial anfordern
lernen im internet logoLernen im InternetJavaScript für Einsteiger
Mit Zertifikat
Dauer: 3 Monate (4 Stunden wöchentlich)
Infomaterial anfordern

JavaScript Bücher

JavaScript: Programmieren für Einsteiger: Der leichte Weg zum JavaScript-Experten

Das JavaScript Buch von Paul Fuchs ist aus der Reihe „Einfach Programmieren lernen“ und bietet alle Informationen zu den Grundlagen von JavaScript und darüber hinaus auch noch viele vertiefende Lektionen z.B. zur manipulation von HTML und CSS per JavaScript, der Nutzung von Sessions und Cookies, der Nutzung von AJAX und vielem mehr. Es richtet sich an Einsteiger ohne Vorkenntnisse.

Mit einer Bewertung von 4,6 von 5 aus 156 Bewertungen ist es das am besten bewertete Buch zum Thema auf Amazon.de.

JavaScript lernen mit Youtube Videos

Da JavaScript eine der beliebtesten Programmiersprachen ist, gibt es auch auf Youtube viele gute deutschsprachige Tutorials und Kurse für Einsteiger. Ich empfand den Kurs von „The Morpheus Tutorials“ insgesamt sehr hilfreich. Auf mehr als 37 kurze Videos verteilt bekommt man hier sehr viel Grundlagenwissen und einiges was darüber hinaus geht, vermittelt.

FAQ: häufige Fragen zu JavaScript

Wer hat JavaScript erfunden?

Ursprünglich war JavaScript eine Sprache, die 1995 durch Netscape – ältere Semester erinnern sich an den Netscape Navigator als Konkurrenten zum Internet Explorer – eingeführt wurde. Das Ziel war die Erstellung eines dynamischeren Umgangs mit Webseiten.

Wie schwer ist es, JavaScript zu lernen?

Wie bei jeder Programmiersprache gilt: Wenn du „trocken“ startest, also ohne jegliche Vorkenntnisse, ist der Einstieg komplex – allein schon, weil du viele Begriffe aus der Terminologie nicht verstehst und dir dieses Wissen erst aneignen musst. An sich gilt JavaScript aber nicht als wesentlich komplexer oder einfacher als die meisten anderen, verbreiteten Sprachen.

Sollte ich JavaScript oder Python lernen?

Die Antwortet lautet: Es kommt darauf an. Das Einsatzgebiet entscheidet normalerweise, welche Programmiersprache schneller zum Erfolg führt bzw. bessere Ergebnisse erzielt. Gemeinsam ist beiden Sprachen jedoch ihre Zukunftssicherheit. Auch, wenn wir uns hier auf JavaScript konzentriert haben, gilt gleichzeitig, dass eine Einführung in Python nur positive Resultate mit sich bringen kann. In einigen Kreisen (etwa unter den Akademikern) gilt Python heute als unverzichtbar und auch zahlreiche Universitätskurse setzen auf die Sprache.