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HTML Programmieren lernen

html programmieren lernen headerHTML steht für Hypertext Markup Language und gilt als Kernsprache im World Wide Web. HTML ist allerdings keine Programmiersprache im eigentlichen Sinn, sondern – ersichtlich am ML = Markup Language – eine sogenannte Auszeichnungssprache. Folglich handelt es sich bei HTML um eine maschinenlesbare Computersprache, die es dir ermöglicht, auf Websites deine Texte, Bilder, Videos und andere Inhalte einzubinden und zu strukturieren. Im folgenden erfährst Du einiges über HTML und warum es für dich wahrscheinlich sinnvoll ist, HTML zu lernen.

HTML basiert auf XML (Extensible Markup Language). Das ist ebenfalls eine Auszeichnungssprache, um Daten in einer Textdatei hierarchisch strukturiert darzustellen. Die wichtigste Einheit zur Strukturierung eines XML-Dokuments ist das Element. Einzelne Elemente werden in spitzen Klammern (<>) gesetzt und ineinander verschachtelt. So erwächst, angefangen beim Wurzelelement, ein Strukturbaum. Dieser wird vom jeweiligen Browser ausgelesen, verarbeitet und optisch wiedergegeben.

Warum solltest du HTML lernen?

HTML wird nahezu auf jeder im WWW existierenden Website verwendet. Möchtest du Frontend-Webentwickler/in werden, musst du dich daher zwangsläufig mit HTML auseinandersetzen. Doch keine Panik, HTML ist nicht ohne Grund so beliebt und allgegenwärtig: HTML ist einfach zu erlernen und ebenso einfach anzuwenden.

Extrem stark verbreitet

Behauptet man, HTML sei weit verbreitet, wäre das dezent untertrieben: HTML ist ein elementarer Grundstein im World Wide Web, auf dem quasi jede der 1,74 Milliarden Websites (Stand Januar 2020) basiert. Es sind vorwiegend Frontend-Webentwickler/innen, die HTML nutzen, um Webinhalte gut lesbar zu gestalten und anschaulich zu präsentieren.

Es ist einfach

Wenn du kaum oder gar keine Programmierkenntnisse besitzt und dennoch davon träumst, Programmierer/in zu werden, bietet dir HTML einen guten Einstieg in die Materie. HTML ist einfach erlern- und bedienbar und führt dich behutsam in die Welt des Programmierens ein. Zudem wird dir HTML dabei helfen, fundamentale Konzepte, auf denen viele andere Computersprachen basieren, schneller zu verstehen.

Für viele nützlich und wichtig

Ob Frontend-Webentwickler/in, Website-Betreiber/in oder Blogger/in, HTML zu beherrschen ist für viele Menschen, die im Internet tätig sind, eine überaus sinnvolle Fähigkeit. Angenommen, du bist Autor/in und schreibst Auftragsarbeiten, die du eigenständig auf den Websites der Kunden einpflegen musst.

Zwar funktioniert das mittlerweile auch ohne tiefere HTML-Kenntnisse, beispielsweise mittels Content-Management-Systemen wie WordPress oder Wix, doch in dieser Branche wirst du schnell merken: Es ist grundsätzlich hilfreich zu wissen, wie du mittels einfacher HTML-Befehle eine Website formatierst.

Verbessert die Job- und Karrierechancen

Strebst du nach einem Job im Online-Business, sind erworbene HTML-Kenntnisse, verbrieft im Lebenslauf, von großem Wert. Das betrifft vor allem die Bereiche Frontend-Entwicklung sowie Social-Media- und Content-Management. Dort ist der professionelle Umgang mit HTML eine nützliche und hochgeschätzte Eigenschaft.

Geringe Einstiegshürden

Möchtest du dich mit HTML beschäftigen, kannst du sofort damit beginnen: Alles, was du dafür brauchst, ist ein Computer samt Texteditor und Browser. Ein Webserver oder ein Hosting-Anbieter sind zum Erlernen von HTML nicht erforderlich.

Wofür wird HTML verwendet?

In erster Linie um Struktur in eine Website zu bringen. Auch die Optik lässt sich via HTML verändern, dafür gibt es aber mittlerweile bessere Tools. Eine Website besteht aus verschiedenen Bausteinen, etwa aus Icons, Überschriften, Texten, Bildern und Menüs. Zudem können Seitenbesucher/innen mit der Website interagieren, zumeist über Links, Buttons oder Formulare. Für all das stellt HTML eigene Elemente bereit, die beim Entwickeln der Website zum Einsatz kommen.

Hierzu schreibst du die Elemente – unter Verwendung der korrekten Syntax – in eine Textdatei. Öffnest du diese Datei nicht im Texteditor, sondern im Browser, erkennt dieser die Elemente und zeigt sie an – und schon hast du eine statische Website erstellt.

Doch mit HTML kannst du nicht nur Websites erstellen, sondern vieles mehr – schließlich ist überall dort, wo HTML drinsteckt, auch CSS und JavaScript enthalten. Mithilfe dieser drei elementaren Computersprachen lassen sich auch Webanwendungen, Videospiele oder Apps für Mobilgeräte programmieren.

Du fragst dich, wie diese Sprachen zusammenhängen? HTML kümmert sich um die Struktur und den Inhalt einer Website, CSS um das Design. JavaScript wiederum ist für das „Verhalten“ der Website zuständig (Interaktion). Folglich besteht die Basis einer modernen Website aus mindestens drei Dateien.

HTML & CSS sind ein nahezu unzertrennliches Paar

Es ist möglich, zur Gestaltung einer Website ausschließlich HTML zu verwenden, dies ist aber nicht der Regelfall. Meistens wird HTML genutzt, um eine Website inhaltlich zu strukturieren, beim Layout und Aussehen hilft für gewöhnlich eine andere Sprache: die Stylesheet-Sprache CSS.

Der Grund dafür ist ganz einfach: HTML bietet zu wenig Möglichkeiten, was die Gestaltung von Text- und Bildeigenschaften betrifft, und braucht daher Unterstützung durch CSS. HTML eignet sich gut, um Bilder und Videos einzubetten oder Tabellen und Listen zu erstellen. Schwieriger wird es, wenn du mit HTML versuchst, die Schriftart, die Textfarbe oder die Positionen von Elementen zu verändern.

Daher ist es ratsam, HTML und CSS simultan zu erlernen.

HTML und HTML5 – gibt es Unterschiede?

HTML ist die Ursprungsversion und stammt aus dem Jahr 1992. Im Oktober 2014 erschien die 5. Version, genannt HTML5, die zahlreiche Verbesserungen sowie neues Vokabular mit sich brachte. Für die Weiterentwicklung zuständig sind das World Wide Web Consortium (W3C) und die Web Hypertext Application Technology Working Group (WHATWG).

Neuerungen unter HTML5

HTML 4.0 erschien 1997 und blieb in den Folgejahren quasi unverändert – und das, obwohl sich in dieser Zeit das Internet rasend schnell veränderte. Stand in den 90er-Jahren noch die Darstellung von Inhalten im Mittelpunkt, verlagerte sich der Fokus zunehmend auf die Interaktion. Das Einbinden von Social-Media-Verknüpfungen oder Kommentarfunktionen war vormals nur über externe Plug-ins möglich, erst HTML5 erleichterte die Integration dieser Funktionen. Die wichtigsten Neuerungen betreffen

  • strukturierende Elemente,
  • Multimedia-Inhalte,
  • interaktive Elemente und
  • Formularelemente.

Strukturierende Elemente

Eine der wichtigsten Neuerungen von HTML5 war die Einführung von strukturierenden Elementen. Dazu zählen Abschnitte ([section]), Navigationsleisten ([nav]), Kopf- und Fußzeilen ([header] und [footer]) sowie eigenständige Inhalte innerhalb eines Dokuments ([article]). Diese strukturierenden Elemente erhöhen die Chancen, ein gutes Ranking in den Suchergebnissen zu erzielen, da sie den Suchmaschinen das Crawlen erleichtern, zu deutsch: das Kriechen. Suchmaschinen nutzen nämlich zur Indexierung von Websites spezielle Bots, sogenannte Webcrawler, die von einer URL zur nächsten „kriechen“.

Multimedia-Inhalte

HTML5 erlaubt, was vorher nur über externe Plug-ins möglich war: das Einbinden von Audio- und Videodateien. Diese lassen sich über die Befehle und genauso in die Website integrieren wie Bilder ([img]).

Interaktive Elemente

Auch interaktive Elemente lassen sich mit HTML5 in eine Website einbauen. Dazu zählen beispielsweise ausklappbare Komponenten ([details]) inklusive dazugehöriger Überschrift, die permanent angezeigt wird ([summary]). Mit dem Befehl [menu] kannst du Kontextmenüs erstellen.

Formularelemente

Mit HTML5 wurde die Palette an Formularelementen erweitert. So besteht die Möglichkeit, dass beim Ausfüllen des Formulars nun Vorschläge zur Autovervollständigung eingeblendet werden ([datalist]). Auch lässt sich über den Befehl [progress] der Ausfüllfortschritt mittels einer Anzeige visualisieren.

Weitere Vorteile von HTML5

Neben den eben genannten spezifischen Neuerungen gegenüber HTML4 hat HTML5 weitere allgemeine Vorteile. Der Code ist übersichtlicher, strukturierter und dadurch weniger anfällig für Fehler. Das erleichtert spätere Überprüfungen und erhöht zugleich die Kompatibilität der programmierten Websites mit den verschiedenen Browsern.

Wo kann ich HTML lernen?

Online gibt es unzählige Anlaufstellen wenn man JavaScript lernen möchte. Die Auswahl kann allerdings etwas erschlagend sein. Daher habe ich die besten (deutschsprachigen) Kurse und Inhalte im folgenden Abschnitt zusammengesucht.

Ich persönlich halte viel von den Online-Kursen und habe mir JavaScript mit zwei solcher Kurse bei udemy.com beigebracht.

HTML in Online Kursen lernen

Der Vorteil bei professionellen, kostenpflichtigen Online-Kursen ist vor allem die höhere Qualität. Die Informationen sind strukturiert aufbereitet und durchdacht. Die Lerninhalte stehen immer und überall zur Verfügung und lassen sich beliebig oft wiederholen oder pausieren, so dass jeder in seinem Tempo lernen kann. Zum Teil gibt es noch zusätzliches Lernmaterial. Bei einigen Anbietern gibt es auch noch ein Abschlusszertifikat.

Udemy.com – Der ultimative HTML5 und CSS3 Komplettkurs

html lernen udemy kurs-1

Der Kurs von Ruben Winkler umfasst insgesamt 32 Stunden Video-Lernmaterial, 1 schriftlichen Artikel und 240 Materialien zum Download. Im Kurs lernt man wirklich alles, was man benötigt um eine eigene einfache Website mit Hilfe von HTML und CSS zu programmieren. Nach einer kurzen Einführung in die Basics, ist das Ziel des Kurses dann die Fertigstellung einer HTML Website, welche mit CSS ausgestaltet wird.

Mehr als 13.000 Teilnehmer haben diesen Kurs bisher gebucht. Mit einer Bewertung von 4,8 von 5 Punkten bei 2.000 Bewertungen ist dieser Kurs der mit Abstand am besten bewertete Bestseller auf udemy.com. Auch ich habe diesen Kurs gebucht und war insgesamt sehr zufrieden mit der Art der Wissensvermittlung und dem Inhalt des Kurses.

Tipp: Udemy bietet regelmäßig Rabattaktionen für Neukunden an, so dass man ordentlich sparen kann.

HTML lernen an einer Fernuniversität

Auch einige Fernuniversitäten bieten passende Kurse an, in denen man in der Regel HTML als Teilbaustein eines Webentwickler-Kurses erlernt. Meist sind die Kosten für ein Fernstudium natürlich etwas höher, jedoch sollte auch die Qualität der Kurse hoch sein. Ein weiterer Vorteil ist auch das Zertifikat, welches von den Fernuniversitäten vergeben wird und bei Arbeitgebern anerkannt wird.

FernuniversitätKurs 
institut für lernsysteme logoILS - Institut für Lernsysteme Web-Entwickler
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Dauer: 12 Monate
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fernakademie erwachsenenbildung logoFernakademie für ErwachsenenbildungWeb-Entwickler
Mit Zertifikat
Dauer: 12 Monate
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lernen im internet logoLernen im InternetHTML & CSS
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sgd fernuniversitätsgd - Studiengemeinschaft DarmstadtWeb-Entwickler
Mit Zertifikat
Dauer: 6-12 Monate
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fernuniversität hagen logoFernUniversität HagenWebentwicklung - HTML, CSS, JavaScript
Mit Zertifikat
Dauer: 60 Stunden
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HTML Bücher

HTML5 und CSS3 für Einsteiger: Der leichte Weg zur eigenen Website

Dieses Buch von Paul Fuchs ist der Bestseller auf Amazon.de. Es richtet sich an Einsteiger ohne Vorkenntnisse. Mit Hilfe des Buches lernt man alles notwendige, um eine eigene Website mit HTML und CSS zu erstellen. Neben allen Grundkenntnissen, werden auch aktuelle und fortgeschrittene Techniken vermittelt, wie z.B. die Erstellung von „Responsive Designs“ mit Hilfe von CSS. Vor allem das Thema Responsive Design ist heute sehr wichtig, denn eine Website sollte auf allen Endgeräten funktionieren und korrekt dargestellt werden.

Mit einer Bewertung von 4,7 von 5 aus 191 Bewertungen ist es das am besten bewertete Buch zum Thema auf Amazon.de.

HTML lernen mit Youtube Videos

Da HTML extrem weit verbreitet ist und dazu noch sehr einfach zu erlernen, gibt es auch auf Youtube viele gute deutschsprachige Tutorials und Kurse für Einsteiger. Ich habe den Kurs von „Simplex“ insgesamt sehr als hilfreich gut verständlich empfunden. Auf 5 kurze Videos verteilt, bekommt man hier alles nötige vermittelt, um eine einfach Website mit HTML zu erstellen.

FAQ: Häufige Fragen zu HTML

Ist es schwer, HTML zu lernen?

Nicht unbedingt, zum Programmieren einer HTML-Seite reichen moderate Programmierkenntnisse sowie ein normaler Texteditor wie der Windows-Editor oder Notepad++.

Ist HTML eine Programmiersprache?

Nein, genau genommen ist HTML keine Programmiersprache, sondern eine Auszeichnungssprache (englisch Markup Language = ML in HTML). Auszeichnungssprachen dienen dazu, Websites zu strukturieren.

Wird HTML noch genutzt?

Natürlich. HTML gibt es seit 1992 und ist nach wie vor der führende Standard für Websites. Das Erlernen von HTML ist daher in jedem Fall zu empfehlen. Selbst wenn du beispielsweise die Skriptsprache PHP nutzen möchtest, um etwas einzubinden, musst du eine Verknüpfung zu einer HTML-Seite herstellen – andernfalls können Browser nichts damit anfangen.

Wie ist HTML entstanden?

Der Grundstein wurde 1989 am CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) gelegt. Dort gab es – aufgrund unterschiedlicher Netzwerk-Infrastrukturen – Probleme beim Austausch von Daten. Der britische Informatiker Timothy John Berners-Lee arbeitete fortan an einer Lösung, die auf dem Prinzip des Hypertexts beruhte. Am 3. November 1992 erschien die erste HTML-Version.